LAPPLAND / NORDKAPP - Februar 2005

 

 

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KIRUNA / ICEHOTEL - SCHWEDEN

Bitterkalte Luft umgibt uns, als wir anfangs Februar am nördlichsten Flughafen von Schweden, in Kiruna, landen. Die Flugpiste ist eisbedeckt, und wir wundern uns, wie ein Flugzeug unter diesen Bedingungen überhaupt aufsetzen kann. Doch die Landung ist sanft, sanfter sogar als unter „normalen“ Voraussetzungen. Ohne Probleme nehmen wir am Flughafen die Schlüssel für den Mietwagen entgegen und freuen uns auf einen richtigen Winter in Lappland. Eigentlich wissen wir gar nicht genau, was uns erwartet, doch die ersten Eindrücke sind überwältigend. Schnee wohin wir auch schauen, ein tiefblauer Himmel, die Sonne, die trotz Mittagszeit kaum über den Horizont hinweg scheinen vermag. Menschen, in dicke Wintermäntel gepackt, bewegen sich mit Kicksledges auf den mit Schnee überzogenen Gehsteigen. Wir erblicken separat angelegte Spuren für Schneemobiles, entsprechende Strassenschilder für deren Fahrer. Grund Kiruna als Ausgangspunkt unserer Reise zu wählen, ist das in der Nähe gelegene Icehotel in Jukkasjärvi. Wir fahren einige Kilometer durch die verschneite Winterlandschaft bis wir das berühmteste, erste und echte Icehotel erreichen. Direkt am Ufer eines Sees gebaut, liegt das Icehotel wunderschön eingebettet im kleinen Dörfchen Jukkasjärvi. Tagsüber eine Art Museum zählt es zu den grössten Touristenattraktionen Schwedens. Besucher haben die Möglichkeit, einen Blick in alle Zimmer zu werfen, einen Icewodka in der Icebar zu trinken oder das hauseigene Theater zu besichtigen.

 

 

Ab 18.00 Uhr gehört das Icehotel dann denjenigen Gästen, denen die Kälte nichts anhaben kann und die bei konstanten Raumtemperaturen von -5 Grad in einem Eisbett schlafen möchten. An der warmen Rezeption in einem Nebenhaus checken wir ein. Da wir noch den ganzen Nachmittag vor uns haben, machen wir einen Spaziergang durch das Dörfchen. Leider unterschätzen wir die Kälte (-17 Grad) und nach 10 Minuten spazieren müssen wir uns dringend in einem Gasthof aufwärmen. Nach der Stärkung laufen wir zurück über den gefrorenen See, welchen sich Spaziergänger mit  vorbeipreschenden Motorschlitten- und Hundeschlittenfahrer teilen. Die typischen Holzhäuser des Nordens säumen das Ufer in allen Farben - Genau wie wir uns Lappland vorgestellt haben! Bereits um ca. 15.00 Uhr! erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang (einer von vielen während unserer Reise), bevor die bitterkalte Nacht Einzug hält. Glücklicherweise erhalten wir vor dem Zubettgehen einen warmen Schlafsack und Instruktionen, wie die Nacht am besten zu überstehen ist. – Zum ersten Mal in unserem Leben schlafen wir mit der Mütze J und in einem mit Rentierfell ausgelegtem Eisbett. Für eine erste warme Stärkung nach der kalten Nacht sorgt eine freundliche Mitarbeiterin des Icehotels, die uns mit einem heissen Johannisbeertee weckt. Ein strahlender Tag erwartet uns, doch leider haben wir vergessen, die Standheizung unseres Autos über Nacht laufen zu lassen. Zentimeterdick sind die Autoscheiben gefroren, und wir brauchen über eine halbe Stunde bis wir das Eis weggekratzt haben. Um diesem Problem im kalten Winter vorzubeugen, führen die Einheimischen in ihren Autos einen kleinen Heizofen mit, der von draussen über einen Stromkasten angestellt werden kann. So gelingt es, sogar bei  -25 Grad in ein vorgewärmtes Auto ohne gefrorene Scheiben zu steigen J. Bereit für neue Erlebnisse und Abenteuer, verlassen wir das Icehotel und machen uns auf Richtung norwegische Grenze.  

www.icehotel.com

 

 

NARVIK - NORWEGEN

Nach einer wunderschönen Fahrt entlang gefrorener Seen und über schneebedeckte Hügel, jedoch auf eisigen Strassen, treffen wir am Spätnachmittag (es ist schon stockdunkel) in der norwegischen Küstenstadt Narvik ein. Wir finden ein kleines B&B mit Aussicht über die Stadt und - wichtiger noch – einer Heizung im Zimmer. Haben wir Schweden als teuer empfunden, trifft uns in Norwegen im Restaurant fast der Schlag. Für eine normale Pizza sollen wir CHF 35 bezahlen. Wir fragen uns, wie viel die Familie neben uns für 4 Pizze wohl hinlegen muss…??? In der Nacht sitzen wir stundenlang am Fenster unseres Zimmers und bewundern die Einmaligkeit der Nordlichter, die in den verschiedensten Farben den Himmel beleuchten. Wir sind froh, Lappland in dieser Jahreszeit zu besuchen.

 

 

 

TROMSO - NORWEGEN

Nach einem richtigen nordländischen Frühstück mit Hering und Lachs fahren wir heute den norwegischen Fjorden entlang Richtung Tromso. Auch mit dem Wetter haben wir Glück. Jeden Tag erwarten uns ein tiefklarer, strahlend blauer Himmel und Temperaturen um -10 Grad. Wenige Touristen verirren sich in den kalten Wintermonaten nach Lappland. Wir fahren lange Streckenabschnitte, ohne dass uns Fahrzeuge entgegenkommen und geniessen die bezaubernde Winterlandschaft. Viele Hotels und Touristenrestaurants sind geschlossen, so dass wir uns in Supermärkten mit Lebensmitteln eindecken müssen. Am Nachmittag treffen wir in Tromso ein und finden ein Hotel mitten im schmucken, lebhaften Städtchen. Am Hafen machen wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit den Hurtigruten. Vom Süden Norwegens aus fahren diese riesigen Passagierschiffe mit Zwischenstopps bis zum Nordkapp und wieder zurück. Neben den überdimensionalen Hurtigruten wirken die einheimischen Fischerboote wie Spielzeug. Wir beobachten, wie sich die Fischer für ihre nächtliche Fischfangarbeit in der eisigen Kälte bereit machen und sind froh, die gefangenen Fische in einem der kleinen Hafenrestaurants geniessen zu können.

www.hurtigruten.com

 

 

 

ALTA - NORWEGEN

Der heutige Tag sieht düster aus. Anstatt Sonne liegt dicker Nebel über Tromso, einige Schneeflocken und eisiger Wind blasen uns um die Ohren. Vom freundlichen Hotelbesitzer erhalten wir den Tipp, die Fähre über einen der Fjorde zu benutzen, so dass wir Zeit sparen und nicht um das ganze Fjord herumfahren müssen. Wir freuen uns auf die heutige abwechslungsreiche Etappe, die uns unserem Ziel, dem Nordkapp wieder ein Stück näher bringen wird. Noch sind wir jedoch 180 km davon entfernt und sollte das Wetter so bleiben, wird es schwierig werden. Je weiter wir uns von Tromso entfernen und Richtung Norden fahren, desto heftiger werden die Schneefälle und der Wind. Bald erkennen wir die Motorhaube unseres Autos nicht mehr, so dick ist der Nebel. Wir befinden uns auf einer Passhöhe, und der Wind fegt mit unglaublicher Geschwindigkeit über die offene Fläche. Die Schneeböen verwischen die Grenze zwischen Strasse und Wiese. Im Schneckentempo orientieren wir uns an den roten Strassenmarkierungen und versuchen immer schön auf der Strasse zu bleiben. Manchmal sehen wir im letzten Moment zwei Lichter von entgegenkommenden Fahrzeugen, glücklicherweise sind jedoch nur sehr wenige Autos und Lastwagen unterwegs. Wir überlegen anzuhalten, doch wo? Die Touristenausfahrten sind für den Sommer eingerichtet und versinken im Winter im Tiefschnee. Es gibt keine Alternative als einfach langsam weiterzufahren.

 

 

Langsam aber sicher haben wir den  Pass überquert und der Wind verliert im Tal seine Kraft. Wir fragen uns, ob die Fähre bei diesem Wetter wohl fahren mag? Auf jeden Fall steht sie bereit und obwohl wir die einzigen Gäste sind, die warten, machen wir uns keine Sorgen. Sind wir doch in den letzten Tagen auch schon die einzigen Hotelgäste gewesen, wäre es für uns keine Überraschung, allein auf der Fähre zu sein. Wir überprüfen den Fahrplan und freuen uns, dass die Fähre in einer Stunde ablegen wird. Die Zeit vertreiben wir uns mit einem Spazierung am Wasser. Leider rührt sich nach einer Stunde weder die Fähre noch taucht irgendjemand zum Ticketverkauf auf. Wir warten und warten, versuchen bei der Einfahrt das Schild an der Kette zu entziffern, doch Norwegisch war noch nie unsere Stärke J. Wir warten noch eine weitere halbe Stunde, dann hat Dino die Nase voll. Wenn wir uns nicht bald auf den Weg machen, müssen wir bis weit in die Nacht fahren, um das Tagesziel Alta zu erreichen. Obwohl unsere Zieletappen kilometermässig keine grossen Distanzen darstellen, können wir auf den schmalen, total vereisten Küstenstrassen nur maximal 80 km/h fahren. Warum die Fähre nicht gefahren ist, bleibt für immer ein Rätsel. Wir jedoch müssen nun den ganzen Fjord umfahren und als wir gegen 21.00 Uhr in Alta ankommen, haben alle Restaurants bereits geschlossen. Glücklicherweise finden wir ein Hotelzimmer und essen missmutig unsere letzten Kracker.

 

 

HAMMERFEST - NORWEGEN

Doch bereits am nächsten Tag sieht die Welt wieder besser aus. Leider zeigt sich die Sonne noch nicht, doch wenigstens ist der dicke Nebel verschwunden. Links von uns das Wasser, rechts die schneebedeckten Berge fahren wir nordwärts. Gegen Nachmittag treffen wir in Hammerfest, der nördlichst gelegenen Stadt der Welt ein. Wir sind stolz, es bereits bis hierher geschafft zu haben. Zu unserem Erstaunen sind alle! Hotels der Stadt wegen eines Kongresses ausgebucht, und nur mit Glück finden wir in der neuen Jugendherberge ausserhalb des Zentrums ein Zimmer. Gegen Abend wird der Wind und Schneefall wieder so stark, dass wir es nicht mehr wagen, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Später treffen 2 italienische Touristen ein. Es sind dies die ersten Leute, die wir kennen lernen, die wie wir das Ziel hatten, mitten im Winter das Nordkapp zu erreichen. Leider, so erzählen sie, waren die Wetterbedingungen dort in den letzten 2 Tagen so schlecht, dass die Strasse zum nördlichsten Punkt Europas aus Sicherheitsgründen für alle gesperrt war. Sie mussten umkehren, ohne das Nordkapp besucht zu haben. Während ihren Schilderungen wird uns zum ersten Mal bewusst, dass wir unser geplantes Ziel eventuell nicht erreichen können, da die Natur zu mächtig und nicht beeinflussbar ist. Doch wir hoffen weiter. Und siehe da...

 

 

 

HONNINGSVAG - NORWEGEN

... am nächsten Morgen erwachen wir und es sieht aus, als hätten sich die Wolken verzogen. Jedoch können wir dies erst um ca. 09.30 Uhr erkennen, als die Sonne hinter dem Horizont aufsteigt und versucht, die eisig kalte Winterlandschaft mit ihren zaghaften Strahlen ein wenig zu wärmen. Die Lichtspiele hoch im Norden, die noch nie gesehenen Sonnenaufgänge und -untergänge sind Erlebnisse, die uns das ganze Leben lang in Erinnerung bleiben werden. Immer näher kommen wir unserem Ziel und immer aufgeregter werden wir, ob wir es auch tatsächlich erreichen. Durch einen Tunnel unter dem Meeresspiegel fahren wir auf die Insel Magaroya nach Honningsvag, dem Ausgangspunkt zum Nordkapp. Die Landschaft verändert sich. Wir lassen die Fjorde hinter uns, fahren dem rauen offenen Meer entlang, die schmalen Strassen noch schmäler und eisiger, keine Dörfer mehr nur noch vereinzelte Blockhäuser. In Honningsvag erwarten uns zur Abwechslung wieder einmal die Hurtigruten. Obwohl erst 14.30 Uhr, ist die Sonne schon langsam verschwunden, und die Dämmerung hält Einzug. Im lokalen Tourist Office erkundigen wir uns über Möglichkeiten, am nächsten Morgen zum Nordkapp zu gelangen. Wie wir erfahren, ist es in den Wintermonaten verboten, mit dem eigenen Auto hinzufahren. Zu stark sind die Winde, zu eisig und gefährlich die Wege, nur 4x4 Fahrzeuge mit spezieller Bewilligung dürfen bei guten Bedingungen den Weg auf sich nehmen. Erlauben es die Wetterbedingungen, besteht für alle anderen Besucher die Möglichkeit, in einem Bus im Konvoi, angeführt von einem Schneepflug, bis zum Aussichtspunkt Nordkapp hin und zurück zu fahren. In den letzten Tagen konnte die Tour jedoch wegen Wind und Schnee nicht durchgeführt werden.

 

 

Wir melden uns trotzdem an und sollen uns am nächsten Morgen melden, um zu erfahren, ob die Tour stattfindet. Honnigsvag mit seinen 2900 Einwohnern bietet nicht viel Abwechslung. Wir verziehen uns in das Hafenrestaurant und essen um 17.00 Uhr zu Abend. So hoch im Norden ist alles ein wenig anders. Da die Dämmerung schon am Nachmittag Einzug hält, überkommt uns dann schon das Gefühl von Abend. So essen wir jeweils sehr früh (auch weil nach 19.00 Uhr viele Restaurants schliessen) und verbringen die langen Abende in unserem Hotelzimmer. Während wir ins Hotel zurücklaufen, beginnt es heftig zu schneien und innert kürzester Zeit ist das ganze Dorf im Tiefschnee versunken. Obwohl die Umgebung wie im Wintermärchen erscheint, lässt uns der Gedanke nicht los, dass es viel zu viel Schnee für die Tour von morgen hat.

 

 

NORDKAPP - NORWEGEN

Doch unsere Sorge ist umsonst. Perfektes Wetter erwartet uns und pünktlich fahren wir Richtung Nordkapp ab. Ausserhalb der Stadt treffen wir auf den Schneepflug, der uns die ca. 45 minütige Fahrt bis zu unserem Ziel frei schaufelt. Wir fühlen uns irgendwo in der Arktis. Eine unendliche, weisse Landschaft, kristallblaue Seen, eisige Kälte und absolute Stille. Endlich sind wir da. War es zuhause in der warmen Schweiz zuerst eine Idee, ein Fleck auf der Karte, haben wir ihn nun wahr gemacht und sind am nördlichsten Punkt Europas. – Und dies im Februar bei  -15 Grad. Wir schauen aufs Meer, sehen nichts, nur Wasser so weit das Auge reicht und irgendwo, irgendwo dahinter befindet sich der Nordpol. Leider bläst uns der Wind so um die Ohren, dass wir uns nach einigen Fotos draussen schnell wieder in die Wärme verziehen. Bei Sonnenuntergang um 14.00 Uhr! fahren wir langsam zurück nach Honningsvag. Wir beschliessen keine Nacht mehr hier zu verbringen, sondern packen unsere Sachen und fahren ins Land hinein.

 

 

 

KARASJOK - NORWEGEN

Waren die Temperaturen den Fjorden entlang mit maximum  -15 Grad noch moderat, lernen wir im Landesinnern die wirkliche Kälte des hohen Nordens kennen. Glücklicherweise funktioniert unsere Standheizung im Auto einwandfrei, und wir sitzen jeden Morgen in ein warmes Auto J. 2 Tage fahren wir bei perfektem Wetter durch schneebedeckte Landschaften und Wäldern bis nach Karasjok an der Grenze zu Finnland. Hier im tiefsten Landesinnern werden im Winter Temperaturen bis zu  -50 Grad gemessen. Unser Ziel ist die Sven Engholm Lodge, wo wir uns im Hundeschlittenfahren üben möchten. Wir übernachten in einer von Sven’s selbstgebauten Hütten und buchen einen Tagesausflug mit dem Hundeschlitten für den nächsten Morgen. Wir haben uns für den Ausflug den kältesten Tag unserer Reise ausgesucht. Das Thermometer zeigt  -32 Grad, als wir uns in die von Sven zur Verfügung gestellten Skianzüge und Schuhe zwängen und die Hunde vor die Schlitten spannen. Sven, Leiter unserer kleinen Gruppe nimmt 7 Hunde, wir je 4. Überrascht ob der unglaublichen Kraft der Hunde, fliege ich beim ersten Anfahren nach 10 Metern schon vom Schlitten. Nachdem jedoch erste Schwierigkeiten und heiklen Passagen durch Norwegens Wälder gemeistert sind, geniessen wir es, die Hunde auf dem offenen, gefrorenen See laufen zu lassen. So haben wir uns den Winter vorgestellt. Wunderschönes Wetter, bitter kalt, Schnee so weit das Auge reicht. Ein Mittags-Barbeque draussen in der Wildnis, einige unfreiwillige Ausflüge in den Tiefschnee und Muskelkater am ganzen Körper runden das einmalige und unvergessliche Erlebnis unserer Hundeschlittentour ab. Wir nehmen Abschied von Sven und seinen Hunden, und verlassen Norwegen Richtung Levi in Finnland.

www.engholm.no

 

 

LEVI - FINNLAND

2 Tage verbringen wir in Finnlands berühmtestem Skiort Levi. Leider bläst der Wind so stark, dass wir keine Lust verspüren Snowboards zu mieten, um Levis Pisten auszuprobieren. Doch die finnischen Touristen sind sich anscheinend daran gewöhnt. Unermüdlich fahren sie auf den bis am Abend beleuchteten Pisten rauf und runter. Wir hingegen machen lange Spaziergänge in den finnischen Wäldern, geniessen die Sauna und haben endlich die Möglichkeit Renntierfleisch zu probieren, nachdem es in Schweden und Norwegen einfach zu teuer war. Bald heisst es jedoch Rückfahrt nach Kiruna in Schweden. 

 

 

KIRUNA - SCHWEDEN

Eine Übernachtung im Icehotel genügt uns, so dass wir für unsere letzte Nacht in Lappland ein warmes Zimmer vorziehen. Nochmals möchten wir die Schönheit dieser Gegend geniessen und buchen eine Nordlichttour mit den Motorschlitten. Zusammen mit unserem Guide fahren wir in die sternenklare Nacht hinaus. Zuerst langsam durch tief verschneite Wälder, dann mit Tempo über gefrorene Seen und als Höhepunkt auf die Spitze eines Hügels mit wunderschöner Aussicht über das Lichtermeer von Kiruna. Wir bestaunen die farbenprächtigen Nordlichter und wünschten, noch länger in dieser Region bleiben zu können. Leider wartet am nächsten Morgen jedoch bereits die SAS zum Rückflug in die Schweiz und schweren Herzens nehmen wir Abschied von einer einzigartigen und faszinierenden Gegend Europas.

 

 

 

FAZIT

Den Entschluss, die Gegend um den nördlichsten Punkt Europas im tiefsten Winter zu besuchen, haben wir kurzfristig gefällt, uns jedoch keine grosse Vorstellungen davon gemacht, was uns erwartete. Die Einzigartigkeit der Natur, die unendliche Weite, die tief verschneiten Wälder, das Licht und die Fjorde haben uns jedoch vom ersten Augenblick an in ihre Bann genommen und nicht mehr losgelassen. Trotz einiger Schwierigkeiten haben wir unser Ziel, das Nordkapp, erreicht und sind bei -32 Grad einen ganzen Tag lang mit dem Hundeschlitten unterwegs gewesen. Darauf sind wir stolz J!

 

 

USEFUL WEBSITES

www.icehotel.com

www.sas.se

www.lonelyplanet.com

www.engholm.no

www.hurtigruten.com