zurück

 

MANU NATIONAL PARK

Nach diversen Erkundigungen in Cuzcos Reisebüros entscheiden wir uns für einen 3-tägigen Ausflug in die cultural zone des Manu National Parks. Bewusst wählen wir die Variante des Landweges um die Veränderungen der Landschaft mitzuerleben. Nehmen dafür in Kauf, nicht bis in die tiefsten Regenwälder des Amazonas eindringen zu können, da 3 Tage nicht genügend Zeit bilden. Mit dem Jeep fahren wir zu Fünft frühmorgens von Cuzco einen ganzen Tag lang über holprige Schotterpisten durch karge, eintönige Landschaften, passieren Andendörfer und Pässe auf 4500 m ü m, bevor wir am Spätnachmittag talwärts durch dicke Nebelwolken fahren und kaum die Hand vor den Augen mehr sehen. Plötzlich lichtet sich die Wand und meterhohe Farne in sattem Grün säumen den Weg. Wir sind im Cloud Forest! Unsere Lodge liegt eingebettet mitten im Dschungel, nur zu Fuss erreichbar über einen schmalen Weg abseits der Strasse. Nach einem Nachtspaziergang durch den unbekannten Dschungel, ausgerüstet nur mit Taschenlampe, fallen wir in einen unruhigen Schlaf begleitet von fremden Geräuschen.

 

 

Am nächsten Morgen geht es früh mit Fahrrad, Riverrafting und Kanu tiefer in den National Park hinein. Mittlerweile befinden wir uns nur noch auf 400 m ü m und sehnen uns nach der Kälte der Anden zurück. Die Luft ist feucht, die Kleidung klebt am Körper, und die Moskitos der letzten Nacht waren nicht untätig. Doch die wunderschöne, direkt am Madre de Dios River gelegene Erika Lodge, erlebnisreiche Wanderungen im Dschungel und Bekanntschaften mit exotischen Vögeln und Papageien lassen die Schwüle und Moskitostiche vergessen. Der Nachmittag auf dem Hochseil, wo wir uns in über 100 Meter über dem Regenwald in rasantem Tempo von Baumwipfel zu Baumwipfel transportieren lassen, zeigt uns die immense Grösse des Dschungels aus einer völlig neuen Perspektive. Auch wenn wir nur einige Tage im Regenwald verbrachten, haben wir die Wichtigkeit der Erhaltung dieses Lebensraumes für Hunderttausende von Lebewesen erkannt und durch unseren exzellenten Führer viel gelernt.

www.manuadventures.com

 

 

LAKE TITICACA

Perurail streikt wieder einmal, und wir fahren mit dem Inka Express Bus von Cuzco nach Puno. Nach einer eindrücklichen Tagesfahrt durch die Einöde der peruanischen Anden, kommen wir gerade noch rechtzeitig vor dem Eindunkeln in Puno am Fuss des Titicacasees an. Der Kontrast zwischen dem dunkelblau schimmerndem See und der kargen wüstenähnlichen Landschaft auf 3800 m ü m fasziniert und lässt uns nicht mehr los. Wir bleiben einige Tage und machen Ausflüge auf die Schilfinsel Uros sowie die ein wenig weiter weg gelegene Insel Taquile. Zum ersten Mal genissen wir die ausgezeichnete Fischküche Perus. Besonders Ceviche, roher Fisch mariniert mit Limonensaft und Chili hat es uns angetan, und wir erküren es zu unserem neusten Lieblingsessen. Die Höhe macht uns keine Probleme, obwohl wir beim Treppenlaufen atmen wie die NilpferdeJ. Auch in Puno sind wir wieder einmal zu gutgläubig und reservieren für den Besuch der Inseln direkt am Hafen. Man verspricht uns ein Boot mit wenigen individuellen Touristen.

 

 

Pünktlichkeit ist keine peruanische Stärke und als das Boot am nächsten Morgen nicht wie geplant um 07.00 Uhr abfährt machen wir uns keine Gedanken. Wie versprochen befinden sich nur 6 Touristen an Board, und wir belächeln die Reisegruppen, die sich neben uns zu 30 in ein Boot zwängen. Diese verlassen jedoch bald den Hafen und nur unser Boot rührt sich nicht, lädt tonnenweise Reis, Kartoffeln, Getränke, einen Kochherd (?) etc. an Board und immer mehr Touristen und Inselbewohner steigen zu. Mit 1 1/2 Stunden Verspätung, vollgestopft bis in den letzten Winkel, verlassen auch wir den Hafen von Puno. Leider nicht sehr schnell. Gemütlich tuckern wir nach dem Besuch der Schilfinsel Uros Richtung Taquile und doch kommt und kommt die Insel nicht näher. Man erklärt uns, dass wir mit dem Collectivo, dem Boot der Inselbewohner von Taquile unterwegs sind, welches als ganz normales Transportmittel zwischen dem Festland Puno und den Inseln verkehrt. Zufrieden, dass wir mit dem Kauf der Tickets wenigstens den Betreibern des Bootes einen Zustupf leisten konnten, machen wir es uns für eine gemütliche, langsame Fahrt bequem, während die Boote mit den Touristengruppen an uns vorbeipreschen und winken.

www.inkaexpress.com

www.qelqatani.com

 

 

AREQUIPA

Geprägt durch die Probleme mit dem Ticketkauf in Cuzco, schauen wir uns die Reisebüros in Puno genau an und kaufen die 2 Fahrkarten für den Nachmittagsbus von Puno nach Arequipa nicht mehr bei einem Guide von der Strasse. Doch viel mehr Glück haben wir auch so nicht. Die uns empfohlene Transportgesellschaft Ormeno startet mit einer Stunde Verspätung, hält 5 Minuten nach Abfahrt bei einer Tankstelle um den Reifendruck zu erhöhen – was uns nicht daran hindert, eine Stunde später mit einem platten Reifen still zu stehen... Mit über 3 Stunden Verspätung erreichen wir spät nachts Arequipa. Viele Reisende, die wir unterwegs getroffen haben, schwärmten von der Schönheit und Atmosphäre der Stadt. Doch irgendwie springt diese Faszination nicht auf uns über. Wir bleiben 2 Tage, ruhen uns aus, finden die beste Pizzeria der Stadt und verspüren auch keine grosse Lust auf einen Ausflug zu dem überall angepriesenen Canyon de Colca oder Vulkan El Misti.

www.lacasademiabuela.com

 

 

weiter